Mein achtsames Ich

Ein herzliches Hallo zu Ausgabe Nr. 60

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Immer mehr merke ich, wie sehr ich Bewegung brauche oder, vielleicht sollte ich besser sagen: BEWEGLICHKEIT. Beweglichkeit im Denken und Tun und im Fühlen und Sein. 

Wie viele Menschen neige auch ich dazu, Routinen zu entwickeln. Routinen sind durchaus praktisch, denn sie machen vieles leichter, geben so ein vertrautes Gefühl von Sicherheit und ja, sie sorgen auch für Effektivität. 

Routinen werden zumindest für mich aber auch ganz schnell zu einem Korsett, oft sogar zu einem Gefängnis. Ich lasse mich einlullen von der schönen Ordnung meiner Routinen, bis ich merke, dass ich in einen Zustand von Lähmung geraten bin, in dem mir schon kleine Erschütterungen Angst machen.

Das ist nämlich eine Kehrseite von Routinen: Wir können uns so an sie gewöhnen, dass wir glauben, NUR SO sei alles gut. Und dann beginnen wir zu klammern, wollen festhalten, was ist, und stemmen uns gegen Veränderungen – jedenfalls erlebe ich das bei mir immer wieder so. 

Ich weiß inzwischen, wie wichtig es für mich ist, wach zu bleiben. Wach im Sinne von aufmerksam und achtsam. Offen und lebendig. Stillstand nimmt mir meine Lebendigkeit, denn allein um atmen zu können, muss ich mich bewegen und darf nicht nur festhalten, festhalten, festhalten. Daran muss ich mich immer wieder sanft und manchmal auch etwas deutlicher erinnern. 

Innere Beweglichkeit erreiche ich oft durch äußere Bewegung, z.B. durch Tanz oder Sport oder durch das Reisen. Dennoch ist für mich die Beweglichkeit, die ich meine, kein Aktionismus, ganz im Gegenteil. In den verfalle ich eher, wenn ich in meine Routinen gerate, denn das Tun ist mir oft so viel näher als das Sein. Beweglichkeit ermöglicht mir hingegen auch mal innezuhalten und mein Macher-Sein zu durchbrechen, um anderem Raum zu geben: dem Fühlen, der Muße, dem Gleiten durch die Zeit. Wenn ich das zulassen kann, dann LASSE ich mich bewegen.

Ja, vielleicht geht es vor allem wieder einmal darum: im Fluss zu bleiben, im Fluss des Lebens.  

Was meinen Sie?
Ihre Tania Konnerth

PS: Es gibt auch mal wieder etwas Neues von mir – und zwar habe ich eine kleine englischsprachige Website aufgebaut, auf der ich ab sofort meine etwas experimentelleren Fotoarbeiten präsentiere. Ganz im Sinne von mehr Beweglichkeit wage ich mich damit hinaus in die internationale Welt der iPhoneographen. Wenn Sie mal schauen mögen:  

www.taniakonnerth.com

 

Neues auf „Mein achtsames Ich“

Diese Beiträge sind in den letzten zwei Wochen erschienen:

 

Bereitschaft

Immer wieder neu
muss ich bereit sein
mutig
zu springen,
damit ich fliegen kann

und nicht
einfach nur dazustehen
und zu warten
und zu warten
und zu warten.

Tania Konnerth

 

Inspirationen – das Leben ist bunt

Und hier finden Sie noch Bilder und Texte von meiner kreativen Spielwiese:

 

Bis zur nächsten Ausgabe
alles Gute für Sie!

 

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