Mein achtsames Ich

Ein herzliches Hallo zu Ausgabe Nr. 61

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Zwei anstrengende Wochen liegen hinter und zwei weitere vor mir.

Ich bin mal wieder im Endstress eines Projekts, das kurz vor der Veröffentlichung steht (es handelt sich um einen neuen Kurs für Wege zum Pferd) – und wie das in solchen Phasen so ist, konzentriert sich zur Zeit alles auf eben diese Fertigstellung, also: Arbeit, Arbeit, Arbeit. 

Nur dieses Mal ist etwas anders als sonst.

Ich war immer gut darin, gerade in stressigen Phasen all meine Kräfte zu mobilisieren und eine Sache mit eiserner Disziplin durchzuziehen. Ich kann mich regelrecht festbeißen und so lange dranbleiben, bis die Sache nicht nur fertig, sondern auch gut ist.

Das kann ich noch immer, aber inzwischen merke ich sehr deutlich, was mich das eigentlich kostet. 

Um effektiv zu sein, schneide ich mich von vielem ab. Je reibungsloser ich funktionieren will, desto dichter mache ich. Ich werde dadurch gleichsam windschnittiger, denn wenn ich alles an potentiellen Störfaktoren (also Gefühle, Wahrnehmungen, Kontakte usw.) ausblende, geht es viel rasanter voran.

Für die Sache ist das natürlich gut, denn so schaffe ich sehr viel. Für mich selbst aber ist es auch schlecht, denn ich verliere mein Fühlen und damit mich. Oder, besser gesagt, einen wichtigen Teil von mir, denn ich bin, gerade wenn ich so konzentriert auf Leistung gepolt bin, schon auch sehr da. Oder, wiederum besser gesagt, ein Teil von mir. 

Klingt verwirrend? Ja, das ist es wohl auch, aber ich denke, wir alle sind ja nie nur eine Person, sondern wir sind vielschichtig und mehrdimensional. Meine Leistungsfähigkeit gehört genauso zu mir wie meine Sensibilität. Sie widersprechen sich nur eben zu einem gewissen Grad oder besser gesagt: sie stehen einander im Weg. So habe ich es jedenfalls bisher gesehen. Dass das eine nur ohne das andere geht.

Aber muss das wirklich so sein?

Mir scheint, dass es nun darum geht zu lernen, wie ich beides leben kann. Und zwar nicht durch die Verneinung des einen oder des anderen und damit durch das Hin- und Herpendeln zwischen den Polen, sondern durch ein Bejahen von beiden Seiten: Tun UND Sein – Sein im Tun und Tun im Sein. 

Ich übe weiter. 

Ihnen zwei Wochen voller Tun und Sein,
Ihre Tania Konnerth

 

Neues auf „Mein achtsames Ich“

Diese Beiträge sind in den letzten zwei Wochen erschienen:

 

Herausforderung

Manchmal
ändert sich
der Takt des Lebens.

Dann gilt es,
dennoch das Gleichgewicht
zu wahren.

Tania Konnerth,
aus: Sonnenschein ein ganzes Jahr

 

Inspirationen – das Leben ist bunt

Und hier finden Sie noch Bilder und Texte von meiner kreativen Spielwiese:

 Und von meiner englischen Seite: 

 

Bis zur nächsten Ausgabe
alles Gute für Sie!

 

Goldmohn