Mein achtsames Ich

Ein herzliches Hallo zu Ausgabe Nr. 56

newsletter_kasten_55Immer wieder komme ich auf die Frage zurück, ob Leben vor allem SEIN ist oder TUN.

Mir ist inzwischen klar, dass das keine Entweder-Oder-Frage sein kann, denn ein Fokus nur auf das eine oder andere scheint zu einem Ungleichgewicht zu führen: In Phasen, in denen ich mich vor allem auf das Sein konzentriere, habe ich irgendwann das Gefühl, nicht voranzukommen. Wenn ich vor allem im Tun bin (also im Erreichen, Schaffen und Umsetzen), verliere ich schnell die Seinsqualität und das Gespür für mich.

Dasselbe beobachte ich bei anderen Menschen. Auch hier scheint ein Fokus auf das pure Sein oft zu einem gewissen Stillstand in (z.T. faulen) Kompromissen zu führen und auch zu Versäumnissen, die nicht selten später bereut werden, während bei denjenigen, die in erster Linie aktiv gestalten und etwas erreichen wollen, ein Verlust des Hier und Jetzt zu spüren ist, verbunden mit der Gefahr, innerlich immer leerer zu werden. 

Ich ahne, es geht ums Gleichgewicht, um die Balance und um das Surfen dessen, was gerade ansteht (also Bewegung oder Pause, Schaffen oder Ruhen usw.) Oft weiß ich nur  nicht, wie ich eben dieses Gleichgewicht finden kann. Klar ist: nicht durch Druck und Drill und auch nicht durch das Verordnen von Zwangspausen. Beides ist nicht natürlich gewachsen, sondern künstlich erzeugt und es funktioniert einfach nicht, nicht für mich jedenfalls. 

Manchmal, ja, wenn ich so darüber nachdenke, eigentlich immer öfter, bekomme ich Momente geschenkt, in denen einfach alles stimmt, in denen ich merke, dass ich im Optimum meiner Energie GLEICHZEITIG tue und bin, in denen sich die Grenze dazwischen auflöst und ich eine Einheit bin. Momente und Phasen, in denen es kein „Zu viel“ und kein „Zu Wenig“ gibt, in denen einfach das Maß richtig ist und sich alles rund anfühlt. In solchen Augenblicken verrinnt die Zeit nicht, sondern sie wird gelebt und ich fühle mich satt und genährt und zufrieden. 

Gerne hätte ich diesen Zustand viel öfter, aber sowie ich ihn gezielt zu erreichen versuche, bin ich Lichtjahre davon entfernt. Also lerne ich, diese Phasen als Geschenk zu erkennen und anzunehmen.

Kennen Sie solche Momente auch? 

Ihre Tania Konnerth

 

Neues auf „Mein achtsames Ich“

Diese Beiträge sind in den letzten zwei Wochen erschienen:

 

Der Weg
aus der Eindimensionalität

heißt
Entfaltung.

Tania Konnerth,
aus: Sonnenschein ein ganzes Jahr

 

Inspirationen – das Leben ist bunt

Und hier finden Sie noch Bilder und Texte von meiner kreativen Spielwiese:

 

Bis zur nächsten Ausgabe
alles Gute für Sie!

 

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