Die Sache mit der persönlichen Kraft

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Die Sache mit der persönlichen Kraft

Eine der wichtigsten Aufgaben für mich liegt zur Zeit darin, sehr achtsam mit meiner Kraft zu sein, und ich glaube, dass es zunehmend immer mehr Menschen so geht.

Vor einem Jahr war ich um diese Zeit selbst in Australien – in meinem Herzensland, in meiner Seelenheimat. Wenn ich mich dem, was zur Zeit rund um die Uhr in den Medien und in Social-Media-Kanälen läuft, schutzlos aussetze, gehe ich kaputt. Vollkommen hilflos mit schrecklichen Bildern und Nachrichten bombardiert zu werden, nimmt mir auf Dauer jede Energie und jede Hoffnung. Ohne Hoffnung aber kann ich nicht existieren. Und die Brände in Australien sind ja nur ein Beispiel von vielen.

Wir als Menschheit ernten gerade, was wir gesät haben (und immer noch säen, denn Umdenken und Wandel dauern oft sehr lange). Die Welt braucht jetzt nichts dringender als positive (Tat-)Kraft all derer, die etwas zum Guten verändern wollen. Statt dessen verlieren immer mehr von uns ihre Energie in der Ohnmacht, die all die schlimmen Bilder und Entwicklungen in uns auslösen, mit denen wir überall überflutet werden. Sich zu informieren ist eines, an nicht verarbeitbaren Informationen zu ersticken, ist etwas ganz anderes. Man braucht nicht mal hochsensibel zu sein, dass einem schon die täglichen Nachrichten zusetzen. Aber dadurch dass alles tausendfach geteilt und in allen Einzelheiten gezeigt wird, weil jeder Quote machen oder Aufmerksamkeit haben will, fühlt es sich immer mehr an, als wären wir in einem Horror-Spiegelkabinett gefangen, in dem jedes furchtbare Element unendlich oft widerhallt und wir dem Schrecken nichts mehr entgegensetzen können. Und diesen Schluss zu ziehen, wäre das Schlimmste.

Ich will mich für das Leben entscheiden, für dieses wundervolle, manchmal so schreckliche, immer aber kunterbunte Leben. Für mein Leben und dafür, ein Leben zu führen, das mich nicht in die Ohnmacht und auf die Knie zwingt, sondern eines, in dem ich handlungsfähig bleibe. Nur so kann ich etwas tun. Vielleicht nicht viel, aber auf jeden Fall mehr, als wenn ich mir Katastrophen in allen Facetten anschaue und dadurch immer mehr den Eindruck bekomme, dass eh schon alles zu spät ist. Genau DAS darf ich nicht zulassen, denn dann ist es tatsächlich irgendwann zu spät und zwar für mich, weil keine Energie mehr da ist, kein Sinn und keine Hoffnung. Solange ich aber in meiner Kraft bleibe, geht es weiter, immer.

Wir können alle etwas tun, Kleines und Großes – aber nur dann, wenn wir wirklich ins Handeln kommen und uns unsere kostbare Lebensenergie nicht in der Passivität des Konsums (in diesem Fall Medien-Konsum, gilt aber für mich inzwischen auch für Konsum überhaupt) absaugen lassen. Und ich möchte allen zurufen, denen es ähnlich wie mir geht: Passt gut auf Euch auf, auf Eure Kraft, Eure Hoffnung und auf Eure Verletzlichkeit. Die Welt braucht Menschen, die leben wollen, und nicht noch mehr Angst, Resignation und Depression. Nur indem wir zurück in unsere Kraft finden, können wir mehr vom Guten in die Welt bringen und Wandel gestalten. 

 

Auf sich achten - Tania Konnerth

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