Buchtipp: Das Leben ist zu kurz für später

Gepostet von am Jun 10, 2018 | Keine Kommentare

Buchtipp: Das Leben ist zu kurz für später

Rezension: „Das Leben ist zu kurz für später: Stell dir vor, du hast nur noch ein Jahr – ein Selbstversuch, der dein Leben verbessern wird“ von Alexandra Reinwarth. – mvg, 2018 – ISBN: 9783868829167. – 240 S. – ca. 17,- EUR

Dieser Titel wurde mir zur Rezension angeboten und da ich mir selbst gerade immer wieder der Begrenztheit (m)eines Lebens sehr bewusst werde, dachte ich mir: Ja, das passt gut, im Moment. Ich war vor allem gespannt, wie die Autorin den doch nicht ganz einfachen Spagat zwischen einem im wahrsten Sinne des Wortes todernsten Thema und der Motivation zur einem aktiven Leben schafft. 

Alexandra Reinwarft hat den Humor als Weg gewählt. Sie schreibt locker-flockig und witzig. Die vielen Kraftausdrücke und die damit für mich etwas zu drastische Sprache dürften für die meisten Leser/innen bewirken, dass sie sich auf Augenhöhe mit der Autorin fühlen und das ist sicher ein Vorteil. Durch den, sagen wir mal, sehr lebensnahen Ton dürften sich auch Menschen auf das Gedankenexperiment einlassen können, das die Autorin vorschlägt: Sie wählte ein Datum in der Zukunft als ihren fiktiven Todestag und fragte sich, wie es wäre, tatsächlich nur noch dieses eine Jahr Zeit zu haben.

Inwiefern es wirklich möglich ist, sich realistisch auf diese Vorstellung einzulassen, sei mal dahingestellt, denn es ist sicher gar nicht nötig, das in letzter Konsequenz durchzufühlen. Allein die Auseinandersetzung mit der Tatsache, es könnte wirklich einen schon festgelegten Todestag geben, der nicht mehr allzu weit weg ist, bewegt viel in einem. Was es alles in Alexandra Reinwarth bewegt hat, ist in ihrem Buch nachzulesen. In verschiedenen Kapiteln beleuchtet sie Themen wie Freunde, Familie, Job, Kinder, Verzeihen, Geld und anderes, was uns wichtig ist (oder sein sollte). Sie bleibt da bei sehr bei sich und den Menschen aus ihrem Umfeld, so dass man das Buch durchaus lesen kann, ohne allzu tief betroffen zu sein, eben als unterhaltsame Lektüre. Es kann aber auch tiefer gehen. 

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit ist eine der größten Herausforderungen für jeden von uns. Sie kann uns lähmen oder lebendig machen. Und sie kann uns dazu ermutigen, aus bestehenden Strukturen auszubrechen oder festgefahrene Muster aufzulösen. Das aber ist ein langer Weg und für den kann dieses Buch der Anschub sein. 

Fazit: „Das Leben ist zu kurz für später“ ist ein unterhaltsames, betont lockeres Einsteigerbuch in ein erstes Thema, in dem es um nicht mehr und nicht weniger geht, als darum, ein bewussteres Leben zu führen. 

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Reinwarth: Das Leben ist zu kurz für später

 

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