Mein achtsames Ich

Ein herzliches Hallo zu Ausgabe Nr. 75

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Als pünktlich zum 1. September die Temperaturen fielen und sich mit dem scharfen Wind der Herbst vorstellte, stampfte jemand in mir mit seinem kleinen Fuß auf und rief wütend: „Ich will aber noch Sommer!“

Dieses kindliche Aufbegehren in mir rührte mich und ich hielt mich mit meinen erwachsenen Stimmen von wegen „Nützt ja nichts, das ist der Lauf der Dinge.“ und „Na, der Herbst ist doch auch schön!“ zurück. Denn das Gefühl von Enttäuschung und Frust wollte gefühlt und gelebt werden. Statt dessen machte ich den Ofen an und ließ das Bedauern zu, dass der Sommer schon wieder vorüber ist. Ich fühlte dem wehen Klang der vergehenden Zeit nach und erlaubte mir Abschied zu nehmen. 

Und genau das ist es, was für mich Achtsamkeit ausmacht: Nicht sofort alles in uns wegwischen oder unterdrücken, weil es angeblich „unangebracht“, „unpassend“ oder „unangemessen“ ist oder weil es den laufenden Betrieb (also unser Funktionieren) stört, sondern uns auch solche Gefühle und Regungen zuzugestehen. Sie sind menschlich und sie dürfen sein. Es ist schön zu erleben, dass mein achtsames Ich immer besser darauf aufpasst, mir zu ermöglichen die ganze Bandbreite meiner Gefühle wahrzunehmen und zuzulassen. Ich empfinde das als sehr kostbar und bereichernd. 

Das achtsame Ich… – ich bin gerade auf vielen Ebenen wieder sehr an diesem Thema dran, denn ich erarbeite einen Kurs genau dazu. Mit ihm möchte ich Ihnen viele verschiedene Wege zeigen, wie Sie zu Ihrem eigenen achtsamen Ich finden können. Ich freue mich schon sehr darauf, das bald anbieten zu können – seien Sie gespannt. 

Die Arbeit an diesem Kurs erfordert nun wiederum von mir, mein eigenes achtsames Ich nicht zu überhören oder zu übertönen, wenn es mich sanft immer wieder daran erinnert, dass Arbeit nicht alles ist im Leben und dass meine Seele auch Auszeiten braucht, Momente des Innehaltens und Zu-sich-kommens, damit eben auch die kleinen Stimmen in mir gehört werden können. 

In diesem Sinne: bleiben wir bei uns und erfühlen uns von dort die Welt,
Ihre Tania Konnerth

 

Neues auf „Mein achtsames Ich“

Diese Beiträge sind in den letzten Wochen erschienen:

 

Müde

Immer zögerlicher
erwacht der Tag
und immer früher
geht er zu Bett –

das Jahr zeigt
Ermüdungserscheinungen.

Tania Konnerth,
aus: Sonnenschein das ganze Jahr

 

Inspirationen – das Leben ist bunt

Und hier finden Sie noch Bilder und Texte von meiner kreativen Spielwiese:

 

Und von meiner englischen Seite:

 

Bis zur nächsten Ausgabe
alles Gute für Sie!

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